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    <title>vegane-gesellschaft.de - Politik/Soziales</title>
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    <description>Der Weg in die vegane Gesellschaft</description>
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    <pubDate>Sat, 02 Apr 2011 19:36:28 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: vegane-gesellschaft.de - Politik/Soziales - Der Weg in die vegane Gesellschaft</title>
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    <title>Politische Bildung</title>
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            <category>Politik/Soziales</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Achim Stößer)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 200px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Wer sind wir denn?&quot; href=&#039;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/tierrechte-fluter.jpg&#039; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:55 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;135&quot;  src=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/tierrechte-fluter.tmb.jpg&quot; title=&quot;Wer sind wir denn?&quot; alt=&quot;Wer sind wir denn?&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Tierrechte und Tierbefreiung in einem ministeriellen Magazin&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href=&quot;http://maqi.de/presse.html#tvradio&quot; title=&quot;Maqi in TV und Radio&quot;&gt;Medienberichte&lt;/a&gt;, die sich positiv über Veganismus äußern, sind in der Flut der Mangelernährungspropaganda noch immer eher selten, aber immerhin nicht mehr allzu außergewöhnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn aber ein positiver &lt;a href=&quot;http://maqi.de/presse/tierrechte-tierbefreiung-fluter.html&quot; title=&quot;Artikel über Tierrechte&quot;&gt;Artikel über Tierrechte&lt;/a&gt; und sogar &lt;a href=&quot;http://maqi.de/glossar/tierbefreiung#tierbefreiung2&quot; title=&quot;Tierbefreiung&quot;&gt;Tierbefreiung&lt;/a&gt; mit Sätzen wie &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Gesetzestexte lesen sich, als hätte sie jemand geschrieben, der Tiere zwar ganz gerne isst, aber niemals mitansehen könnte, wie eines von ihnen stirbt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gebührt dem Tier? So recht scheint sich unsere Gesellschaft nicht entscheiden zu können. Aber auffallend ist, dass sich immer mehr Menschen Gedanken darüber machen, ob es moralisch verantwortbar ist, Tiere massenweise auf brutalste Art zu vernichten, damit an jedem Tag der Woche Fleisch auf dem Tisch steht. [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer einen Willen zum Leben hat, sollte nicht von anderen Lebewesen getötet werden[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Recht des Menschen an anderen Tieren.[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sklaverei wird nicht ethisch vertretbarer, indem man die Bedingungen der Sklaven verbessert.“ Es sind solche Sätze, bei denen man schlucken muss. [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn was sollte begründen, dass Menschen ihrerseits vor Eingriffen in ihre Freiheit und ihr Leben geschützt sind, aber über das Leben anderer Lebewesen frei verfügen dürfen? [...] Wer Schmerz spüren kann, sollte allein deswegen ein Recht auf Leidensfreiheit und auf körperliche und psychische Unversehrtheit haben. Wer zu Todesangst in der Lage ist, einen Willen zum Leben zeigt, hat ein Recht darauf, dass andere Wesen ihm dieses nicht einfach rauben. Zumindest einsichtige Wesen sollten das nicht tun.&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
in einem Magazin der &lt;em&gt;Bundeszentrale für politische Bildung&lt;/em&gt;(!), also einer  Behörde  des Bundesinnenministeriums, gedruckt wird, ist dies sicher ein deutliches Zeichen, dass wir der der Etablierung einer veganen Gesellschaft ein gutes Stück näher gekommen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch ein weiterer, eher unscheinbarere Satz des Artikels ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Szenen wie diese haben Stößer zum radikalen Veganer werden lassen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Bemerkenswert deshalb, weil der Autor hier irrt: denn vor zwei Jahrzehnten spielten sich &quot;Szenen wie diese&quot;, was er und viele andere sich inzwischen nicht mehr vorstellen können,  nur im Verborgenen ab - heute dagegen kommt niemand mehr darum herum, das &quot;Wir haben nichts davon gewusst&quot; wird von Tag zu Tag unglaubwürdiger. 
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    <pubDate>Sat, 02 Apr 2011 21:13:14 +0200</pubDate>
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    <title>Blutige Idylle</title>
    <link>http://vegane-gesellschaft.de/archives/56-Blutige-Idylle.html</link>
            <category>Politik/Soziales</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
    <content:encoded>
    Eine &quot;neue Bewegung&quot; sei es. Es sind Organisationen wie &quot;Bauernhöfe statt Agrarfabriken&quot;, die sich gegen die Massentierhaltung aussprechen und für mehr Tierschutz einsetzen. Über diese Bewegung wird behauptet, sie erhebe &lt;a href=http://tierrechtsforen.de/eatinganimals&gt;Foers&lt;/a&gt; Buch &lt;a href=http://tierrechtsforen.de/1/7645/9157&gt;&lt;i&gt;Tiere essen&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, das zu &quot;bewussterem Fleischkonsum&quot; (O-Ton) aufruft, zum &quot;Manifest&quot;. Von außen werden sie als gute Bürger proträtiert, die um die Bauern (nicht: Landwirte) und deren Existenz besorgt sind und natürlich auch um die Tiere. Denen gehe es in den &quot;Agrarfabriken&quot; schlecht und sie hätten es auf Bauernhöfen – wie auch immer die aussehen sollen – besser.&lt;br /&gt;
Die Gegner antworten, die Höhe des Tierschutzes hänge nicht von der Anzahl der Tiere bzw. der Größe des Betriebs ab. Auch bei großen Betrieben könne es den Tieren gut gehen und auch in kleinen Betrieben komme es nicht selten zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Man müsse nicht die Anzahl der Tiere pro Betrieb verringern, sondern nur die Betriebe entsprechend den Tierschutzvorgaben bauen und dann hätten es die Tiere gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie liegen beide falsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem an der Massentierhaltung ist nicht der erste Wortbestandteil, sondern der zweite. Der erste Wortbestandteil ist willkürlich. Ab welcher Anzahl fängt &quot;Massentierhaltung&quot; an? Wenn man bedenkt, dass die natürliche Gruppegröße von Hühnern bei acht Tieren liegt, ist eine sog. Biohaltung mit 10.000 Tieren oder eine sog. Freilandhaltung mit 3.000 Tieren schon lange eine Massentierhaltung. Bauernhöfe mit acht Hühnern, die den deutschen Eikonsum zu decken versuchen, wird es nicht geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 256px&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://arpix.de/img/w:1024/h:1024/q:47/f:1109.jpg&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://arpix.de/img/w:256/h:256/q:69/f:1109.jpg&quot; alt=&quot;Der schöne Tod.&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Totes Huhn in &quot;Alternativhaltung&quot;. Ist sicher glücklich gestorben.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Doch besser geht es den Tieren sicherlich, so der Einwand. Auch hier Enttäuschung. Biohaltung bezieht sich in erster Linie auf die Nahrung, die bio sein soll. Das bedeutet, dass die Tiere gesünder sterben. Ob das ein Trost ist? Wenn ein Schwein im Schlachtraum steht und durch den Geruch der ausblutenden Artgenossen in Panik gerät, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht durch den Gedanken beruhigt, dass seine Nahrung die Biorichtlinien erfüllt hat. &quot;Alternative&quot; Haltungsformen wiederum bedeuten, dass die Ställe anders aufgebaut sind. Das heißt nicht, dass die Tiere nicht leiden würden, sondern nur, dass sie anderes leiden. Dank der unermüdlichen Arbeit von Tierschutzorganisationen dürfen sich Hühner, seit die Legebatterien verboten wurden, darüber freuen, ein wenig mehr Platz zu haben. Mehr Platz für mehr Kannibalismus, mehr Infektionskrankheiten, mehr Parasiten, mehr Lungenkrankheiten durch mehr Ammoniakbelastung, letztlich: mehr Platz für mehr Tote (denn die Todesraten sind in sog. Boden- und Freilandhaltungen höher).&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; Neue &lt;a href=http://tierrechtsforen.de/8/585/592&gt;Videoaufnahmen&lt;/a&gt; aus &quot;Alternativhaltungen&quot; zeigen, dass der Unterschied auch des äußeren Zustands der Tiere im Vergleich zu Käfighaltung verschwindend gering ist. Die Bilder zeigen fast federlose Hühner, verwesende Leichen, offene Wunden. &quot;Alternativ&quot; daran ist nur die Methode des Quälens, nicht das Prinzip. Das Prinzip lautet weiterhin: Tiere sind nutzbare Maschinen. Das gilt unabhängig davon, wieviele Quadratzentimeter Platz, wieviel &quot;Auslauf&quot; oder welche Nahrung sie bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisationen wie &quot;Bauernhöfe statt Agrarfabriken&quot; geht es vornehmlich um eines: an der Tierausbeutung festzuhalten. Es ist nicht nur die Bewegung gegen die Massentierhaltung, sondern auch die Bewegung gegen Tierrechtler und Veganer. Die bezeichnen es nämlich als absurd, die Versklavung von Tieren &quot;verbessern&quot; zu wollen. Was ethisch falsch ist, gehört abgeschafft. Das Positionspapier Massentierhaltungsgegner verrät dagegen, wofür sie stehen: &quot;Für eine zukunftsfähige und nachhaltige Nutztierhaltung&quot;.&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; Was danach kommt (&quot;auf bäuerlichen Betrieben – gegen Agrarfabriken!&quot;), ist nur Anhang. Der Grundsatz ist die Haltung von &quot;Nutz-Tieren&quot;, die nicht nur so heißen, sondern entsprechend behandelt werden. Und wer nutzt, muss verwerten und entsorgen. Auch auf Tiere von sog. Bauernhöfen wartet am Ende der Stahlbolzen oder das Gas oder der Strom und danach: das Messer. Auch hinter der romantischen Bauernhofidylle verbirgt sich ein blutiges Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Frage der Ethik ist der Tod, nicht das Leiden. Das sehen wir bei Diskussionen um Sterbehilfe. Niemand plädiert dafür, dass assistiertes Sterben schnell und schmerzlos gehen müsse. Das ist selbstverständlich. Diskutiert wird über das Ob, nicht über das Wie. Das Tötungsverbot ist in der Humanethik ein &quot;fundamentales und unaufgebbares moralischs Prinzip&quot; (J. Ach&lt;!--184--&gt;). Eine Person zu töten, selbst wenn sie offensichtlich nur noch leidet, bedarf umfassender Begründung – wenn diese Person ein Mensch ist. In der Ethik über nichtmenschliche Tiere gilt es dagegen als radikal, wenn Tieren ein Lebensrecht zugesprochen wird. Die Tierschützer – die nicht die Tiere schützen, sondern die menschlichen Interessen an ihnen – und die Massentierhaltungsgegner versuchen diese Frage immer noch auf dem Kopf stehend zu beantworten und präsentieren als &quot;Lösungen&quot; für die ethische Frage kleinere Ställe und &quot;schonendes Schlachten&quot;. Auf dem Kopf stehend, denn sie beantworten nicht die Frage, ob man Tiere einsperren und töten darf, sondern nur wie. Eine Rechtfertigung dafür geben sie bei all ihren Protesten gegen die Massentierhaltung nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Bauernhöfe statt Agrarfabriken&quot; ist eine falsche Alternative. Die richtige lautet &quot;Veganismus statt Tierausbeutung&quot;. Denn im Schlachthaus sind tote Bio-Tiere und tote Bauernhof-Tiere vor allem eines: tote Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font color=&quot;#666666&quot;&gt;&lt;small&gt;&lt;u&gt;________&lt;/u&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1&lt;/b&gt; Ausführliche Quellen in: &lt;a href=http://antispe.de/txt/legebatterieverbot.html&gt;Der größte Sieg des Tierschutzes – Das Verbot der Legebatterien und seine Folgen&lt;/a&gt; [26.11.2010].&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2&lt;/b&gt; bauernhoefe-statt-agrarfabriken.de/positionspapier [26.11.2010].&lt;/font color&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 01 Dec 2010 20:39:24 +0100</pubDate>
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    <title>Tomaten werfen und Tomaten essen</title>
    <link>http://vegane-gesellschaft.de/archives/48-Tomaten-werfen-und-Tomaten-essen.html</link>
            <category>Politik/Soziales</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 256px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://tierrechtskochbuch.de/rezepte/gemueseeintopf&#039;&gt;&lt;img src=&quot;http://tierrechtskochbuch.de/img.php?img=gemueseeintopf7&amp;size=256&quot; alt=&quot;Gemüse-Eintopf&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gemüse-Eintopf ist Protest&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;„Wir versuchen größtenteils vegan, also ohne Fleisch und Milchprodukten zu kochen, damit es jeder essen kann“&lt;br /&gt;
(Salzburger Nachrichten, 30.10.09)&lt;/blockquote&gt;&lt;!--http://www.salzburg.com/online/nachrichten/newsletter/Kochen-fuer-bessere-Uni.html?article=eGMmOI8V6qm4bhUwuqnAM8urxMdmsuWelxOx6JT&amp;img=&amp;text=&amp;mode=--&gt;&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Im Flur gibt es Couscous und Linsen, rein vegan natürlich.&lt;br /&gt;
(LVZ-Online, 27.11.09)&lt;/blockquote&gt;&lt;!--http://campus.lvz-online.de/lvzs.site,postext,startseite,artikel_id,14591.html--&gt;&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;einer Ecke im Erdgeschoss haben die Besetzer eine provisorische Küche eingerichtet, wo mittags und abends gekocht wird, und zwar ausschließlich vegan. &lt;br /&gt;
(Badische Zeitung, 24.11.09)&lt;/blockquote&gt;&lt;!-- http://www.badische-zeitung.de/so-organisieren-die-besetzer-den-protest-im-audimax--23155421.html --&gt;&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Zu den Artisten sind natürlich auch die Kochkünstler zu zählen, die schon ab der ersten Nacht die hungernden Besetzer mit köstlichen veganen Gerichten oder Crepes vom „autonomen Crepes-Stand“ versorgen.&lt;br /&gt;
(fudder, 18.11.09)&lt;/blockquote&gt;&lt;!--http://fudder.de/artikel/2009/11/18/typologie-der-audimax-besetzer/--&gt;&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die vegane Volxküche des Hörsaals ist noch warm&lt;br /&gt;
(nachrichten.at, 09.11.09)&lt;/blockquote&gt; &lt;!--http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,290498--&gt;&lt;br /&gt;
Ob Wien, Leipzig, Freiburg oder Linz, fast überall gibt es Studentenproteste und fast überall wird vegan gekocht. Und das ist kein Einzelfall. Auch bei anderen Zusammenhängen - von Protestveranstaltungen wie den G8-Gipfel-Demos, über politische Kongresse wie den Bundeskongressen der Grünen Jugend bis hin zu lokalen Volxküchen - ist die Essensversorgung vegan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher liegt es zum Teil daran, daß auf alle Teilnehmer Rücksicht genommen werden soll und veganes Essen dabei der kleinste gemeinsame Nenner ist, aber dennoch machen die Veganer nur einen kleinen Teil der Teilnehmer aus und diese Rücksichtnahme ist somit nicht selbstverständlich. Die Ursache kann woanders vermutet werden. Es ist nicht nur Rücksichtnahme allein, sondern auch das Bewußtsein, daß Veganismus eine Frage der Konsequenz sozialer Proteste überhaupt ist. Wenn man gegen Unrecht demonstriert, kann man nicht glaubwürdig bleiben, wenn man dem Unrecht milliardenfachen Massenmords an Tieren durch die &quot;Nahrungsmittel&quot;-Industrie gleichgültig gegenübersteht. Veganismus ist nicht &quot;nur&quot; eine Ernährung (schon deshalb nicht, weil es den ganzen Lebensstil betrifft), &quot;nur&quot; eine Verweigerung (und erst recht kein &quot;Verzicht&quot;) oder die Umsetzung der persönlichen Konsequenz, sondern es ist auch eine Protesthaltung an sich, ein gelebter Widerstand gegen tagtäglich millionenfaches Unrecht an Tieren, die nicht für sich selbst sprechen können. Jede vegane Handlung, wie es schon eine einzelne, betont veganen Mahlzeit ist, steht als Symbol dafür, wie man es besser machen kann: indem man seine Ernährung nicht auf das problemlos vermeidbare Leid und den unnötigen Tod der Tiere begründet. Es ist das Haar in der Suppe jedes Eßtischtäters, der meint, weil sich &quot;alle&quot; unvegan ernähren würden, müsse er sich nicht dafür rechtfertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß der Veganismus durch solche - wenn auch kleine - Bemerkungen in Zeitungsartikeln über die Studentenproteste Beachtung findet, ist erfreulich zu sehen. Gerade aufgrund des positiv konnotierten Zusammenhangs, der in sonstigen Artikeln, in denen Veganismus erwähnt wird, selten zu finden ist - hier gibt es nämlich keine dümmlichen Kommentare über angeblichen Nährstoffmangel oder andere Unwahrheiten. Veganes Essen wird nicht als &quot;ungesund&quot; oder schlecht schmeckend diffamiert, sondern als ein akzeptierter Standard unter Menschen, die über den eigenen Tellerrand hinaussehen, dargestellt. Und das ist die richtige Richtung auf dem Weg zu dem, was der Veganismus einmal werden soll: eine Selbstverständlichkeit. 
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    <pubDate>Wed, 02 Dec 2009 12:39:16 +0100</pubDate>
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    <title>Stierkampfverbot - Ein Grund zum Jubeln?</title>
    <link>http://vegane-gesellschaft.de/archives/53-Stierkampfverbot-Ein-Grund-zum-Jubeln.html</link>
            <category>Politik/Soziales</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
    <content:encoded>
    In der spanischen Region Katalonien wurde durch eine Parlamentsabstimmung mit knapper Mehrheit der Stierkampf ab 2012 verboten. Die Tierschützer jubeln, ohne die Hintergründe dieses angeblichen &quot;Erfolges&quot; zu beachten. Das hat fatale Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den vielen Zeitungsmeldungen dazu waren hingegen zumindest einige kritisch.&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; Der eigentliche Grund für dieses Verbot, so wird berichtet, ist die Politik. Katalonien hat separatistische Tendenzen und wollte sich &quot;Nation&quot; nennen, was vom Verfassungsgericht vor wenigen Wochen abgelehnt wurde. Es hatte außerdem Kataloniens Autonomiestatus beschnitten. Der Stierkampf wird als etwas National-Spanisches angesehen, daher kam diese Möglichkeit der Abrechnung gelegen. Die aktuell regierende Partei (PSC), die eigentlich stierkampffreundlich war, ist &quot;eingeknickt&quot;, weil sie um ihre Wiederwahl fürchten muss, wenn sie nicht anti-spanischen zeigt. Eine ähnliche Tierquälerei, der &quot;Correbous&quot;, bei dem Stiere mit brennenden Teerkugeln an der Hörnern durch die Straßen gehetzt werden, sich schwere Verletzungen zuziehen oder an Herzversagen sterben können,    wurde nicht verboten, da es nicht als spanisch angesehen wird. Er wurde vom neuen Gesetz ausdrücklich ausgenommen. Wirtschaftlich stand der Stierkampf in Katalonien ohnehin vor dem Ende. Es gab nur noch eine Arena in Barcelona, die 2009 lediglich 18 Stierkämpfe veranstaltet. Mit Tierschutz hatte dieses Verbot also praktisch nichts zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Egal, wodurch es abgeschafft wurde, zumindest werden diese Tiere nicht mehr umgebracht&quot;, mag man einwenden. Doch ist es nicht egal, denn so sehr erfreulich es für diese Tiere ist, führen falsche Analysen zu falschen Schlussfolgerungen, in diesem Fall: es wäre durch Tierschutzkampagnen herbeigeführt worden und sei ein signifikanter Erfolg. &lt;br /&gt;
Wie dargelegt war die Tierschutzargumentation lediglich der Vorwand für nationalistische Kleinkämpfe. Dagegen nehmen Aktivisten an, es wäre sinnvoll gewesen, Tausende und Abertausende Personenstunden in die Proteste gegen solch kleine und schwache Randbereiche zu investieren. Die Deklaration als &quot;Tierschutz-Erfolg&quot; (wäre es um Tierschutz gegangen, hätten die Correbous mit abgeschafft werden müssen, statt ausdrücklich ausgenommen zu sein) führt dazu, dass die Aktivisten glauben, diese Kampagnen hätten Wirkung gezeigt und werden in Zukunft weiterhin Energie in Kampagnen gegen Randbereiche investieren, anstatt sich endlich dem Kern des Problems, dem Unveganismus der Menschen, zuzuwenden.&lt;br /&gt;
Daneben ist es auch eine Frage der Effektivität. Und die ist miserabel, wie bei allen Randbereichen. Bei den verbliebenen 18 Stierkämpfen pro Jahr (Tendenz war fallend) werden insgesamt etwa 100 Stiere getötet. Noch einmal: jahrelange Proteste und Abertausende Personenstunden Aktivismus und am Ende rettet man nur 100 Tiere. Soviele Tiere jährlich haben weniger als drei einzelne Nicht-Veganer auf dem Gewissen.&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; Weniger als drei einzelne Personen. Wäre alle diese Energie, die für Proteste gegen Stierkampf aufgeboten wurde, in Aufklärung über Veganismus und Tierrechte investiert worden, hätte man mindestens einige Hunderte Menschen vom Veganismus überzeugen können. Nur sechs neue Veganer wären ein doppelt so großer, nur neun ein dreimal so großer Erfolg und bereits mit einem Bruchteil der Aktivität, die in dieses Thema investiert wurde, erreichbar gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 150px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/stier.gif&#039;&gt;&lt;img src=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/stier.tmb.gif&quot; alt=&quot;Verhältnisse der Opferzahlen&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der genaue Wert bei Stieren beträgt 0,006 Mio. - dennoch kon&amp;shy;zen&amp;shy;trieren sich die meisten Be&amp;shy;müh&amp;shy;ungen auf die&amp;shy;sen statt auf die an&amp;shy;deren Be&amp;shy;rei&amp;shy;che.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Natürlich war und ist der Stierkampf gerade für Tierschutzorganisationen ein attraktives Ziel, ähnlich wie &quot;Pelz&quot; oder andere Randbereiche. Der Großteil der Bevölkerung lehnt diese Tierausbeutungsformen bereits aus dem einfachen Grund ab, weil er nicht involviert ist. &quot;Pelz&quot; ist als Luxusprodukt verpönt und die Stierkämpfe werden in Katalonien, wie erwähnt, aus nationalistischen Gründen abgelehnt und waren wirtschaftlich fast am Ende. Noch mehr gilt dies für die Kampagnen, die von nicht-spanischen Tierschutzorganisationen betrieben werden, denn im nicht-spanischen Ausland (von Frankreich abgesehen) haben die Menschen erst recht nichts mit Stierkämpfen (oder Walfang oder &quot;Robbenschlachten&quot;) zu tun und es fällt ihnen noch wesentlich leichter, es mit Empörung abzulehnen. Mit anderen Worten: die Kampagnen gegen den Stierkampf rennen offene Türen ein, vermitteln den unveganen und empörten Personen das Gefühl, etwas &quot;für die Tiere getan&quot; zu haben, und fördern damit ihre Bigotterie, sich über das Quälen und Töten von Stieren aus purem Vergnüngen zu echauffieren, während sie selbst aus purem Vergnügen (und Bequemlichkeit) Hühner, Rinder, Schweine und andere Tiere für ihre täglichen Mahlzeiten quälen und töten lassen. Dieses Einrennen offener Türen zusammen damit, ein gutes Gewissen zu verschaffen, ist für die Tierschutzorganisationen natürlich eine wunderbare Möglichkeit, um Spenden zu generieren. Den Tieren insgesamt hilft es leider kaum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es einer der kritischeren Zeitungsredakteure formulierte: &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;So lange wir uns mit der Massentierhaltung abfinden, ist unsere Empörung über die öffentliche Hinrichtung von Kampfstieren nur ein scheinheiliges Entlastungsgefühl. Das beschlossene katalanische Verbot der corridas hat den Tierschutz auf der Welt nur unwesentlich vorangebracht.&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die 100 Stiere ist es ein &lt;a href=&#039;http://tierrechtspartei.de/tstr&#039;&gt;Tierschutz-Erfolg&lt;/a&gt;.&lt;sup&gt;4&lt;/sup&gt; Für den Aktivismus unter Beachtung der Effektivität ist es eine Katastrophe und ein wenig mehr strategisches Denken ist dringend notwendig, wenn eine vegane Gesellschaft ein realistisches Ziel werden soll. Wahrscheinlich wurden bereits mehr als 100 Tiere allein auf den Siegesfeiern zu diesem &quot;Erfolg&quot; von den Katalanen als Festessen serviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;font color=&quot;#666666&quot;&gt;&lt;u&gt;________&lt;/u&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1&lt;/b&gt; &quot;Katalonien verbietet Stierkampf: Es geht um Politik, nicht Tierschutz&quot; (Spaniens Allgemeine Zeitung, 27.07.2010), &quot;Todesstoß für den Torero?&quot; (Süddeutsche Zeitung, 28.07.2010), &quot;Sie sagten Stierkampf und meinten Madrid&quot; (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2010), &quot;Das Stierkampfverbot ist scheinheilig&quot; (Frankfurter Rundschau, 28.07.2010).&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2&lt;/b&gt; Bei durchschnittlichem Konsum, gemessen an deutschen Verhältnissen. Der spanische Verbrauch ist wesentlich höher als der deutsche (121 kg/Jahr in Spanien, 84 kg/Jahr in Deutschland an &quot;Fleisch&quot;). Insofern sind auch diese Zahlen eher noch zu gering, als zu hoch.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3&lt;/b&gt; Frankfurter Rundschau, s. Anm. 1.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4&lt;/b&gt; Da die Corrida-Stiere nach ihrem Tod verzehrt werden, sich die Höhe des &quot;Fleisch&quot;-Konsums durch dieses Verbot jedoch nicht ändert, ändert sich lediglich die Tötungsmethode, nicht die eigentliche Anzahl der Tiere.&lt;/font color&gt;&lt;/small&gt; 
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    <pubDate>Sun, 01 Aug 2010 12:02:10 +0200</pubDate>
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